Kleine Ortschronik

Wörterberg ist eine Tochtersiedlung der steirischen Gemeinde Wörth. Sie liegt im nordwestlichen Gebiet des Bezirks Güssing verstreut auf einer Hügelkette im Ausmaß von ca. 476 ha.

Die Anfänge der Geschichte Wörterbergs liegen im späten 17. und frühen 18. Jhdt., als die Dorfbewohner von Wörth begannen, ihre Obst- und Weinkeller am Berg oben, die sogenannten Kellerstöckln, zu Wohnhäusern auszubauen. Der Name Wörterberg kommt demnach vom Ausdruck die Wörther Bergen. (Seit der Grundvermessung 1951-56 wird Wörterberg übrigens aufgrund eines Fehlers des Vermessers offiziell im Grundbuch und in weiterer Folge in allen amtlichen Dokumenten ohne h geschrieben.)

Um 1750 wohnten 60 Familien am Wörther Berg, allesamt Untertanen der Batthyánischen Herrschaft in Güssing.

1873 erhielt Wörterberg ein Schulgebäude, nachdem schon Jahre vorher der Tischlermeister Josef Schalk die Kinder im Lesen, Schreiben und Rechnen unterrichtete. Unterrichtssparche war 1886 bis 1912 größtenteils Ungarisch, 5 Wochenstunden wurden in Deutsch abgehalten.

Ungefähr in den 90ern des 19. Jhdts. wirkte auch der erste Bürgermeister, das Ende seiner Amtszeit ist auf 1898 datiert.

1907 stürzte das Gewölbe der Wörterberger Kapelle ein, 1908 wurde die heute noch vorhandene Kapelle mit Turm errichtet.

Der I. Weltkrieg forderte einen Tribut von 16 Gefallenen und 4 Vermissten. Danach war Wörterberg ein Grenzposten der Ungarn, der bis 1921 existierte, als das Burgenland an österreich angegliedert wurde.

Im II. Weltkrieg fielen 26 Wörterberger, hinzu kamen 16 Vermisste. In den letzten 3 Kriegswochen war Wörterberg zudem Kriegsschauplatz, wodurch unter anderem schwere Gebäudeschäden verursacht wurden. Der Wiederaufbau erfolgte gleich nach dem Krieg. In den darauf folgenden Jahren erfuhr das Gemeindeleben einen großen Aufschwung.

1971 wurde Wörterberg in Ollersdorf eingemeindet, seit 1991 ist Wörterberg wieder eine eigenständige Gemeinde.

Eine kurze Geschichte der FF Wörterberg

1907 Gründung
1908 Fertigstellung des damaligen Feuerwehrhauses
1930 Kauf einer Spritze, Weihe am 21.04.1930
Fam. Rudnay aus Amerika schenkt der FW eine Fahne, die am 10. August geweiht wird.
1950 Kauf einer Motorspritze, Weihe im Mai
1953 Ein aus den amerikanischen Heeresbeständen ausgeschiedener Ford Chevrolet wird in Graz gekauft und zum Feuerwehrauto umgebaut, Weihe am 23. August
1959 Beschluss, ein neues Rüsthaus zu bauen (8. Juli)
1961 Fertigstellung des Rüsthauses, Weihe am 2. Juli
1963 Der Gemeinderat beschließt (am 10. August), den Versammlungs- und Mannschaftsraum im Rüsthaus ab Herbst 1963 als Notklasse für einen der 3 Klassenzüge der Volksschule zu verwenden
1968 Es wurde ein übertragenes Feuerwehrauto angeschafft, das den Anforderungen eines Löschfahrzeuges entsprach.
1986 3-tägiges Feuerwehrfest
Höhepunkt: Autoweihe am 15. Juni (TLF 1000)
1993 Kauf eines Mannschaftsfahrzeuges (VW-Bus)
Zeltfest (18. - 20. Juni), bei dem die restaurierte Fahne der Feuerwehr geweiht werden konnte
1995 Planung eines Um-/Zubaus des Rüsthauses
1999 Ende der Bauarbeiten, Weihe am 29. August
2000 Gründung der Feuerwehrjugendgruppe

Feuerwehrkommandanten im Zeitablauf

Fugger Johann, Nr. 51 1907 – 1910
Glatz Franz, 45 1910 – 1922
Rath Johann, 74 1922 – 1929
Rath Josef, 39 1929 – 1935
Reichart Franz, 51 1935 – 1938
Rath Josef, 39 1938 – 1949
Flasch Johann, 35 1949 – 1967
Wolf Josef, 72 1967 – 1981
Bauer Johann, 58 1981 – 1992
Wolf Johann 1992 – 2000
Klaus Gerhard 2000 – 2011
Langmann Adolf 2011 –